20. November 2015
20:30

BlueSteam

Aus ihrer Leidenschaft für den Blues haben sich im Jahr 2012 vier erfahrene Musiker aus Mainz und Wiesbaden bei einem Treff in den Amöneburger Zementwerken – authentischer geht es wohl nicht – zum Quartett zusammengefunden. Inspiriert von den rauchenden Schloten produzieren die vier Blueser seitdem einen intensiven blauen Dunst aus dem umfangreichen Kochbuch des Blues, sei es mit Country- oder City-, english- oder american-flavour.

Klassische Bluessongs werden von BlueSteam mit Lust aufgegriffen und in solider Handarbeit teils komplett runderneuert, teils mit improvisatorischem “Dressing” versehen. Dabei kann sich jeder der vier Blueser mit seinem individuellen Geschmack einbringen und seine spezielle Würze ins Spiel bringen. So entstehen bei Live-Auftritten aus der Spielfreude der Musiker und angefeuert vom Publikum musikalische Momente, die nicht zu reproduzieren, aber zu benennen sind:

BlueSteam!

Im BluesTeam spielen die folgenden vier Musiker:

Jomph Hertling (Gitarre, Gesang)

Fasziniert von den Beatles begann ich mit 15 Jahren Gitarre zu lernen und mit 16 Jahren in einer Mainz-Kostheimer Beatband zu spielen. Nach einigen Jahren begann ich mich für die Musik von Cream und Eric Clapton zu begeistern und kam so zum Blues, dem ich neben anderen musikalischen Interessen bis heute verbunden bin. Zeitweise spielte ich in der Mainzer Jazzrockband “Handkäs”. Dann machte ich einige Jahre mit Norbert Barth eigene Rockmusik, auch mit deutschen Texten in der Band “AD FONTES”. Später spielte ich einige Zeit in der Wiesbadener Band “Out of Time” Bluesrock. Nicht zuletzt inspiriert durch die unplugged Songs von Clapton und anderen tat ich mich Anfang der 90er Jahre mit Norbert zu dem Gitarrenduo “Norbert & Jomph” zusammen. Zeitweise auch in Bandbesetzung als Norbert & Jomph Company. Es war für mich eine große Freude, mit den Jungs von BlueSteam zusammenzukommen und nun kernigen Elektroblues zu spielen und meine Fender Strat “Eric Clapton signature” wieder richtig auszulasten.

Ronald Knetschke (Gitarre,Gesang)

Schon früh begonnen die Saiten zu schwingen. Das übliche: klassische Gitarre, Schulband, Sessions in feuchten Kellern und bunten WGs. American Folk Blues Festivals im Berliner Sportpalast und der Bluesrock aus England brachten mich dazu, den 12 -Takter zu lieben. Es folgten Auftritte in kleinen Clubs, auf Hotenanny und als Straßenmusiker. Slide Guitar für einen TV-Werbespot und Sounds für Filmmusiken. Bis heute spiele ich aber den Blues auf meiner Fender-, Epiphone- oder Martin-Gitarre und manchmal greife ich auch zur Stimme, wenn JJ Cale aus der Ferne ruft.

Matthias Mletzko (Bass)

Mitte der Sechziger Jahre hinterließ der Besuch des American Folk Blues Festivals in Frankfurt bleibende Eindrücke – insbesondere die rauhe Authentizität von Typen wie Big Joe Williams (Baby please don`t go), Sonny Boy Williamson (Trying to make London my Home), Junior Wells (Checking on my Baby) oder Otis Rush (It´s not my own Fault) hatte es ihm angetan. Danach stark geprägt durch den electric Bluesrock der Mitt-/Endsechziger: frühe Stones, Hendrix, Canned Heat, Doors, Bob Dylan oder Johnny Winter, Mayall, Ten Years After, Savoy Brown und vor allem Taste und Cream. Anfang der siebziger Jahre kurze Band-Episode in Mainz. Nach längerer Pause Einstieg in die Mainz-Wiesbadener Gruppe “Norbert-Jomph-Company“ (1997-2002). 2005 kreuzten sich die Wege mit den Wiesbadenern Christoph Remmert (g, voc) und Karsten Schmidt (dr, voc), mit denen er seitdem in der „Charlie Crow Band“ am Bass steht. Dem Bauchgefühl „back to the roots“ folgend, traf er sich 2012 mit den Bluesikanten Jomph Hertling, Ronny Knetschke und Josef Strunge. Nach einigen Sessions war klar, dass es weiter gehen muss – „BlueSteam“ ist das Resultat!

Joseph Strunge (Drums)

Mit 8 Jahren an einem Premier Schlagzeug, das so einfach zu Hause rumstand –gehörte dem Bruder Georg – angefangen, Marschmusik zu trommeln. Doch schon bald kam das Interesse auf, Rockmusik von Chuck Berry, Elvis Presley u.a. am Radio zu begleiten.  Dann kamen die ersten Kontakte mit anderen Musikern zustande und das Bandleben begann. Es wurden Stücke von Shadows, Beatles, Stones, John Mayall u.a. nachgespielt. Mit 13 Jahren begannen  dann die Liveauftritte nahezu 2 mal wöchentlich. Das war schon ein Problem, weil mit 13 Jahren noch der Jugendschutz galt. Die anderen Mitglieder der Band „Senatoren“ und später „Black Ravens“  waren mit 17-19 Jahren schon deutlich älter .

Nach einer längeren Pause begann eine neue Phase über die Jazzmusik. Der Höhepunkt hierbei war sicherlich das Schlagzeugspielen in der 10 köpfigen Band JAM (Jazz and More),

die mit 4 Bläsern verstärkt Jazzrock spielte. Hier wurden u.a. Stücke von Chicago, Blood Sweat and Tears,  Mezzoforte und Passport gespielt. Dies war persönlich eine sehr entwicklungsreiche Zeit des Drumsspielens. Dennoch blieb aber immer der Wunsch nach einer mehr emotionalen und freieren Ausrichtung des Schlagzeugspielens. Dies wurde mit der Band BluesSteam nun erreicht.