Your new best Mate!

Zauberstrauch oder Geschenk der Götter?

Der charaktervolle Geschmack der Mate ist für Erstverkoster oft befremdlich und schwer vergleichbar. Doch wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, kann sich der magischen Kraft dieses belebenden  Getränks kaum noch entziehen. Der unberührte Leser mag womöglich gleich an beflügelnd flüssige Gummibärchen denken. Doch weit gefehlt. Die Matewirkung ist nicht zu vergleichen mit künstlichen Energydrinks.
Schon die Legende zur Entstehung der Mate basiert auf der besonderen Wirkung des südamerikanischen Tees. Demnach waren es einst die Guarani, welche von den  Göttern mit der Mate beschenkt wurden.

Die Ureinwohner bauten im heutigen Paraguay Maniok und Mais an. Doch die schnell unfruchtbar gewordenen Böden zwangen sie regelmäßig, ihr Land zu verlassen und weiterzuziehen. So soll der Legende nach einst ein alter Guarani beschlossen haben, sein Volk ohne ihn weiterziehen zu lassen. Er war zu schwach und wollte keine Last sein. Doch seine wunderschöne jüngste Tochter Jary brachte es nicht übers Herz, ihren Vater allein zu lassen und sie entschied sich bei ihm zu bleiben. Die Götter waren tief gerührt von dieser Geste und schickten einen Schamanen ihren Edelmut zu belohnen. Der Schamane fragte die schöne Jary nach ihrem größten Wunsch, den er ihr erfüllen wolle, doch sie vermochte nicht zu antworten. Da antwortete ihr Vater: Er wünsche sich wieder zu Kräften zu kommen. Somit könne er seine Tochter zu seinem Stamm führen  und sie von ihrer Einsamkeit erlösen.

So gab der Schamane ihnen eine Pflanze, wies sie an ihre Blätter zu ernten, sie über Feuer zu trocknen, zu mahlen und mit Wasser aufzugießen. „In diesem Getränk wirst du einen starken Begleiter finden“, habe der Schamane gesagt. Jary und ihr Vater folgten den Anwei- sungen des Schamanen und wurden sogleich belohnt. Nachdem der alte Mann seine erste Mate getrunken hatte, fühlte er sich stark und kraftvoll. Er führte seine Tochter den weiten Weg zu seinen Stammesgenossen und sie  wurden mit  überschwänglicher Freude empfangen. Die wundersame Wirkung der Mate begeisterte schnell den ganzen Stamm und wurde im Handumdrehen das Nationalgetränk Südamerikas.

Heute trinkt der Südamerikaner im Schnitt 7kg Mate pro Jahr. Die weite Verbreitung fand ihren Anfang zu Zeiten der Kolonisation, als die Jesuiten auf die Matepflanze aufmerksam wurden. Um die Guarani vor Sklavenjägern zu beschützen gründeten sie Reservate. Hier wurde die Mate studiert und für eine größere ökonomische Verarbeitung kultiviert.

Die ersten, von Guarani und Jesuiten gemeinsam erbauten, Plantagen entstanden nachdem sie die „Mate-Nuss“ geknackt hatten. Die Steinfrüchte der Mate haben eine äußerst dicke Schicht, die zum Keimen gebracht werden muss, um Jungpflanzen zu züchten. Die ausgefuchsten Mönche jubelten daher ihren nichtsahnenden Hühnern die dickhäutigen Früchte unters Futter, um die äußere Schicht der Steinfrüchte mit Hilfe der Verdauungsprozesse aufzuweichen. Und so erlebte die Mate schnell ihren Durchbruch.

„Mate“ beschreibt ursprünglich das charakteristische Gefäß, aus dem der Tee getrunken wird, abgeleitet von dem Inka-Begriff mati. Das Gefäß, die Cuia, ist ein ausgehöhlter und getrockneter Flaschenkürbis, der oft kunstvoll verziert wird. Getrunken wird durch eine Art Strohhalm mit Sieb, der Bombilla. Die Mate wird meist in der Gruppe genossen. Die Zubereitung ist stark ritualisiert, wie auch die Reihenfolge, nach der Cuia und Bombilla herumgereicht werden. Der gemeinschaftliche Genuss dient der Kontaktpflege und gibt Zeit zur Ruhe und Muße im Kreise der Liebsten.

Mate in Wiesbaden


Doch was führt nun diesen exotische Trunk in die beschauliche Wiesbadener Adolfsallee? Mit der Jahrtausendwende wurde die deutsche Hackerszene auf eine vorher nur regional bekannte bayrische Mate-Limonade aufmerksam, die es bereits seit den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts unter dem Namen Sekt-Bronte gab. Ideal, um sich Nacht für Nacht die Fingerkuppen Wund zu hacken wurde die heute als ClubMate bekannte Limo schnell darauf in die ähnliche Ansprüche vertretende Partyszene weitergetragen.
Im Maya-Jahr 2013 stießen dann zwei, ohnehin schon von der Wirkung der belebenden Mate begeisterten, Wiesbadener Jungs mit guten Kontakten zum Sherry & Port bei ihren Recherchen auf Aufzei- chnungen eines lange verstorbenen und weltbereisten Ahnen, in denen von einem Guarani-Stamm und einer ungewöhnlichen Mate-Zeremonie die Rede war …

Wie die Geschichte mit der Mate weiter  geht, liebe Leser, sollen Sie jedoch ein  andermal erfahren …

In der Zwischenzeit schlagen wir vor Sie lassen sich einfach mal Eine schmecken!  MATERIA Dark Mate ist nämlich die erste Premium-Mate für die Bar. Sie kann eiskalt pur oder mit ausgewählten Spirituosen genossen werden. Zur vollen Ent- faltung kommt sie idealerweise in Begleitung eines alten Bekannten aus Südameri- ka, der zufällig gerade eine erfreuliche Renaissance erfährt – dem RUM.