Portwein – Eine reife Geschichte

Port kommt, wie der Name schon sagt, aus der Stadt Porto. Vinho do Porto ist    Wein von Porto. Er wird ausschließlich in dem ostwärts von Porto gelagerten, abgegrenzten Douro-Gebiet angebaut und gekeltert.

Im Frühjahr wird der Wein in die Kellereien der Hafenstadt Vila Nova de Gaia, gegenüber von Porto, am linken Ufer des Douro, gebracht. Dort wird er bis zu seiner endgültigen Reife gelagert, bevor er seinen Weg in alle Welt antritt.

Die Grenzen des Anbaugebietes wurden 1907 erneut festgelegt. Das Douro-Tal mit seinen tiefen Nebentälern im Norden Portugals erstreckt sich von der spanischen Grenze im Osten über eine Länge von etwa 100 Kilometern nach dem Westen. Dieses Gebiet, durch hohe Gebirgszüge vor den atlantischen Winden geschützt, besteht hauptsächlich aus Schiefer. Überall in der Welt brechen die Platten in horizontaler Richtung. Im Douro-Bezirk hingegen spalten sie sich in einem Winkel von 60 bis 90 Grad zum Erdinnern.

Von den 240.000 ha, die das Douro-Tal umfasst, werden ca. ein Zehntel für den Weinbau genutzt. Die restliche Fläche besteht zum großen Teil aus Wäldern,  25.000 Weinbauern sind in diesem Gebiet ansässig. Es gibt etwa 85.000 Weinberge. Nur die Trauben aus diesem Gebiet Nord-Portugals besitzen, dank ihrer klimatischen und geologischen Verhältnisse, die Eigenschaften, die dem Portwein seine einzigartige Note verleihen. Sie drückt sich aus in Farbe, Körper, Bukett und Fülle. Regenreiche Winter und sehr helle Sommer bringen die Trauben zu der besonderen Reife, die für eine hervorragende Qualität des Portweins bürgt.

Es gibt sehr viele verschiedene Port-Arten. Grundarten sind: Red, Ruby, Tawny, White, Colheita, Vintage, Late Bottled Vintage und Port mit Altersangabe. Diese gibt es wiederum in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen von süß bis trocken. Es gibt mehrere Arten Ports, die aus unterschiedlichen Veredelungsverfahren stammen. Im Prinzip muß der Port jedoch mindestens zwei Jahre lagern, bevor er verkauft werden darf.

Tawnys sind die zur Zeit am häufigsten gehandelten Ports. Die Portugiesen sagen zu der für die Tamnys charakteristischen Farbe „Zwiebelschalenfarbe“. Tawnys sind die vielseitigsten Portweine, für jeden Anlaß findet sich ein Tawny.

Ruby-Ports werden anders behandelt als Tawnys. Die Lagerzeit in Holzfässern ist in der Regel kürzer. Da sie weniger Farbpigmente abbauen, ist die Farbe noch dunkelrot. Füllt man einen Ruby wieder zurück in ein Faß, würde sich daraus – bedingt durch den Oxydationsprozeß – ein Tawny entwickeln. Ruby und Tawnys bestehen im allgemeinen nicht aus Ernten eines Jahrganges oder einer Lage. Das heißt, der Wein besteht nicht aus Ernten eines Alters oder eines Ortes. Da der Produzent Wert auf gleichbleibende Qualität seines Sortiments legt, mischt er alten und jungen, süßeren und trockeneren Wein aus seinen Beständen, um das gewünschte Produkt zu erhalten. Daneben gibt es auch Jahrgangsweine. Hierunter verstehen wir Ports aus einem Jahrgang, der vom Portwein-Institut (Instituto do Vinho do Porto) als gut, aber nicht als Vintage anerkannt wird.

Markenports werden zur Erhaltung des Buketts mit jüngeren Weinen aufgefrischt und mit älteren Weinen angereichert. Diese Ports unterliegen ebenfalls der Kontrolle durch das Portwein-Institut.

Vintage ist der aus nur einer Ernte in einem anerkanntermaßen guten Jahrgang mit außergewöhnlichen organoleptischen Charakteristika erzeugter, tiefroter und körperreicher Portwein.

Bei qualitativ besonders guten Jahrgängen wird den Kellereien erlaubt, Vintage-Weine anzulegen. Sie reifen in der Regel zwei Jahre im Faß und werden dann auf Flaschen abgezogen. Den eigentlichen Höhepunkt der Reife erreichen sie nach ca. 20 bis 30 Jahren. Vintage Port reift in der Flasche langsamer heran und sollte daher frühestens nach 10 Jahren getrunken werden. Allerdings konzentrieren sich in der Flasche Aroma- und Geschmacksstoffe anders als im Faß. Vintage Ports haben daher normalerweise eine tiefrote Farbe und einen fruchtigen Geschmack.

White. Port aus weißen Trauben. Der White Port ist fruchtig, frisch und hat einen leichten Körper. Er reift wenigstens 2 Jahre im Faß. Weiße Ports werden im Gegensatz zu roten, die man bei Raumtemperatur serviert, gekühlt gereicht.

Wer Port wirklich genießen möchte, tut dies entweder vor dem Essen oder zum Dessert, beispielsweise mit Käse, Nüssen, Oliven oder Gebäck.

Port wird auch besonders gern auf Partys, an der Bar, zu Hause, bei Freunden, in Restaurants und Hotels getrunken.

Port pur getrunken ist ein besonderes Erlebnis. Jedoch trinken viele ihn auch gern on-the-rocks, und Gourmets sagen: Port verfeinert die Küche. Man lässt das Glas leicht kreisen, damit sich die Duftfülle entfalten kann. Der Geschmack des Ports kommt am besten zur Geltung, wenn man ihn ein Weilchen im Mund tanzen lässt. Dann entfaltet er Feuer am Gaumen und Süße auf der Zunge.

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